Wirklich in Verwendung habe ich derzeit nicht alle Lampen. Die anderen sind entweder noch im Bau bzw. in Planung oder wurden ad acta gelegt. Diese Beschreibungen sind nicht unbedingt zum identischen Nachbau gedacht, sondern eher als Anregung für eigene Konstruktionen (laßt von euch hören!).
Hier sind die Lampenköpfe zu den Akkutanks. Ich verwende Lampenköpfe mit eingebauten Schaltern, obwohl es auch möglich wäre den Schalter am Akkutank zu montieren. Ein leichter Lampenkopf ist natürlich wesentlich angenehmer in der Handhabung als ein schwere Lampe. Meine bisherigen Tanks und Lampenköpfe lassen sich fast beliebig kombinieren.




Lampenprojekte(1teilige) Akkutanks
Diese
Lampe entstand mehr zufällig. Beim Glaserer erstand ich ein Stück
Plexiglasrohr ohne damals einen speziellen Verwendungszweck zu haben. Dann
fing ich an zu überlegen, was man damit machen könnte. Ich schnitt
ein Stück ab, das gut eine Halogenreflektolampe aufnehmen könnte
und glättete die Kanten. Als Frontscheibe dient eine runde Plexiglasscheibe,
der ich auf halber Stärke mit einer Heimwerkeroberfräse einen
kleineren Radius verpaßte. Bei dieser Bearbeitung erhielt ich zwar
nur sehr grobe Kanten, was aber keine Rolle spielt, da die beiden Teile
mit viel 2-Komponenten-Kleber zusammengefügt werden. Für die
andere Seite nahm ich eine größere Scheibe, die eine Rille zur
Aufnahme eines O-Rings als Dichtung erhielt. Der erste Versuch mit der
Oberfräse ging allerdings ziemlich daneben. Eine Drehbank brachte
dann ein wesentlich besseres Ergebnis. Zum Verschließen des Deckels
werden kleine Plexiglasstücke außen an das Rohr geklebt und
zusätzlich verschraubt. Weitere Schrauben durch den Deckel in Gewinde
in diesen Stücken fixieren den Deckel, der über den O-Ring auf
das Rohr drückt. Um ein seitliches Verschieben zu verhindern, habe
ich dem Haupt-O-Ring noch einen dünneren größeren(?) zur
Seite gegeben. Die Schrauben sollte man vorsichtig ringsum anziehen. Zu
viel Kraft ist nicht nötig, da der Wasserdruck in der Tiefe die Abdichtung
übernimmt.
Die
Fassung für die Halogenreflektorlampe wird auf dem Deckel montiert,
das Relais oder die Elektronik fliegend dazu. Als Schalter dient wieder
ein Reedkontakt, der innen in eine Nut eingelassen ist. Als Auslöser
wirkt ein Magnet, der in einen rechteckigen Hebel eingelassen ist. Ein
Gewinde für eine Schraube dient als Transportsicherung. Die Rasterung
ist wie bei der ersten Lampe realisiert.
Als Griff plattete ich einen Polyamidstab einige cm weit ab und schraubte
ihn mit einer Gummizwischenlage auf den Deckel. Ein Loch im Stab nimmt
eine Leine auf. Das Kabel zur Stromversorgung wird mit einer druckfesten
Kabelverschraubung ins Innere gebracht.
Auch diese Konstruktion hat problemlos 70m vertragen. Das Handling ist äußerst angenehm, da die Lampe sehr leicht, handlich und schwimmend ist. Außerdem ist die Bedienung mit einer Hand möglich. Beim Fotografieren habe ich die Halteleine eng um das Handgelenk geknotet, so daß ich sie schnell wieder in der Hand habe. Das Kabel sollte man im Rücken an Jacket oder Flasche befestigen. Aufpassen muß man nur, daß man nicht die Flasche auf das Kabel stellt, weil das über kurz oder lang zu einem Defekt führt und gerade das Kabel zum Akku nicht so leicht ausgetauscht werden kann. Mir reicht meistens ein 20W-Spot-Brenner der etwas über eine Stunde Brennzeit liefert (3,2Ah). Stärkere Lampen sind möglich, aber zumindest bei kleineren Bleigelakkus eher ungünstig (3,2Ah : 35W-36min 50W-26min).
Das
ist der dazugehörige Lampenkopf von Devpein. Ich habe einen Kunstoffstab
durchbohrt und an beiden Enden mit Gewinden für die Verschraubungen
versehen. Innen ist ein Reedkontakt angeklebt. Ein Magnet ist an dem Schalterteil
eingeklebt, das aus einer Schelle besteht, die für Wasserrohrbefestigungen
verwendet wird.
Des weiteren sieht man einen Griff, wie er z.B. beim Höhlentauchen
verwendet wird. Er bietet den Vorteil, daß man die Hand weiterhin
zum Greifen verwenden kann. Die Lampe wird einfach in die Schelle gesteckt.
Die Aluteile stammen aus dem Baumarkt, wo sie für Blumenkastenbefestigungen
verwendet werden. Mit einem Schraubstock kann man sie relativ leicht biegen.
Das blaue Teil ist etwas Neopren, das für einen festen Sitz der Hand
sorgen soll. Vorsicht ! In der Tiefe wird dieses Neopren und das des Handschuhs
zusammengedrückt uns der Halt wird wesentlich lockerer.
Da
sich im Handgriff der Lampe nur ein Niederstromschalter befindet und der
Akku auch keine Schaltelemente enthält, habe ich einen Zwischenstecker
verwendet. In dem Kunststoffrohr (Installationsrohr) befindet sich eine
Elektronik, die mit Polyesterharz vergossen ist. Für zwei Tauchgänge
hat das auch funktioniert. Allerdings scheint der MOSFET zuviel Wärme,
die schlecht abgeführt wird, zu entwickeln, da die Schaltung nicht
mehr funktioniert.
Obwohl auf manchen Bildern noch die schwarzen Bulginstecker zu sehen
sind, habe ich diese mittlerweile gegen das KSS-System, das z.B. von Devpein
vertrieben und von vielen anderen Herstellern verwendet wird, ausgetauscht.
Als Lampenkopf habe ich diesen Behälter vorgesehen. Vielleicht weiß
ja jemand, für was er einmal benutzt wurde ? Er wurde bei uns in einem
Baumarkt für 10 ATS verkauft und hält dank des O-Ring gedichteten
Deckels 70m aus ! Aus der Beschriftung schließe ich, daß er
einmal im militärischen Bereich Verwendung fand. Vielleicht ein Behälter
für Zünder ?!?
Ich
habe ein Loch in den Deckel geschnitten und eine Plexiglasscheibe mit einem
passenden Ansatz versehen. Dann habe ich ihn mit viel Zwei-Komponenten-Kleber
eingeklebt.
Zwei
Aluscheiben verbunden über Gewindestangen dienen als Träger für
die Halogenlampenfassung. Ich habe eine 20W/35mm Reflektorlampe verwendet.
Beim ersten Versuch im Wassertank war nur etwa 1cm zwischen Lampe und Frontscheibe,
was eindeutig zu wenig war. Die Scheibe war etwas angeschmolzen. Jetzt
habe ich etwa 3cm dazwischen, das reicht.
Im
Boden findet eine Kabelverschraubung Platz. Des weiteren ein abgedichteter
Kippschalter, der eine Befestigung mit O-Ring erlaubt. Die Schalterabdeckung
ist zwar nicht für Druck spezifiziert, hält aber zumindest bis
45m stand.
Der Griff ist ein Griff für eine Feile. Ein Schlauchschelle hat ein Loch, durch das ein Schraube führt, die im Griff festgeklemmt wird. Diese Konstruktion ist nicht besonders stabil, aber ausreichend.
In einem weiteren Projekt möchte ich so einen Behälter mit
ca 12 Mignonzellen NiMh 2200mAh als Mini-Akkutank verwenden.
Beim
Gang durch den Baumarkt habe ich gleich noch etwas mehr eingekauft und
die vermutlich einfachste und billigste Lampe gebaut. In einem Rohrknie
für ein Waschbecken wird eine Reflektorlampe fixiert. Im dünnen
Teil wird ein Reed-Kontakt an der Innenseite angeklebt und mit einem Relais
verkabelt (eine Elektronik erzeugt Wärme, was Probleme bringen kann
- siehe Elektronik). Das ganze wurde dann mit Harz ausgegossen, wodurch
alle elektrischen Teile isoliert sind. Das Eingiessen sollte in mehreren
Stufen erfolgen. Vor der ersten Stufe wird die Reflektorlampe mit wenig
Harz fixiert und damit zum Rohr hin abgedichtet.
Als Schalter dient eine Muffe, an die ein Magnet angeklebt ist, der zusätzlich mit einem Kabelbinder fixiert ist. Die Dichtungen in der Muffe sorgen für einen guten Sitz des Schalters. Die Betätigung erfolgt durch Schieben oder Drehen. Das Gitter vor der Birne ist nicht unbedingt nötig und kostet auch Licht, gibt aber einen gewissen Schutz.
Aufgrund der Bauart darf diese Lampe an Land nur sehr kurz eingeschaltet
werden.
Dieser
Lampenkopf besteht im wesentlichen aus einer 3 Monozellen Maglite Lampe.
Ähnliche Umbauten sind auch in der Gallerie
und einer leider nicht mehr vorhandenen Seite zu finden. Im Boden wird
das Kabel durch ein Verschraubung(5) abgedichtet. Das Frontglas(7) ist
durch ein stärkeres (4mm) ersetzt. Die Öffnung des originalen
Schalters(6) ist durch einen verklebten Blindstopfen geschlossen.

Im Inneren befindet sich ein Schalter, der durch Drehen der Frontkappe betätigt wird. Die Feder drückt von unten gegen das Holzstück und steckt mit dem Ende in einem Loch im Holz. Auf dem so fixierten Holz ist ein Microschalter(1) mit einer etwas verbogenen Schaltwippe(2) angeschraubt. Eine Gewindestange hält am oberen Ende die Fassung für die Halogenreflektorlampe. Allerdings paßt nicht jede 51mm Reflektorlampe genau in den Lampenkopf. Die Gewindestange steckt am anderen Ende in einer Bohrung im Holz. Ein Metallplättchen mit einer Schraube(4) betätigt den Schalter.
Der Zusammenbau ist ziemlich knifflig, da die Halogenlampe sich dabei nicht verdrehen darf. Sie könnte sonst an den Kontakten abgeschert werden. Zum Schalten dreht man den vorderen Teil der Lampe. Die Gewindestange wird über die Reibung von Frontglas und Lampe betätigt.
Bis 40m hat die Lampe vertragen. Allerdings läßt sich der Schalter bei mir derzeit ab 30m äußerst schwer betätigen. Diese Variante hat das Problem allerdings nicht.
Daher habe ich sie jetzt auf Reed-Kontakt Schalter umgebaut.


Die im Bild zu sehende
U-förmige Schelle stammt aus dem Elektroinstallationshandel. In der
Nähe des Rohres ist in Loch, in dem mit Aquasure ein kleiner zylindrischer
Magent befestigt ist (gelber Pfeil). Im Inneren habe ich einen Reedkontakt
einer Alarmanlage mit Zweikomponentenkleber befestigt (roter Pfeil). Der
grüne Pfeil zeigt auf den mit einer Mutter gesicherten und mit Kleber
abgedichteten Blindstopfen, der die Schalteröffnung verschließt.
Es wäre genug Platz auch für aufwendigere Elektronik, ich
habe aber darauf verzichtet, weil ich die Elektronik meistens im Akkutank
habe.
1.Lampe | 2.Lampe | 3.Lampe | 1.Akku | 2.Akku | 3.Akku | 4.Akku | 5.Akku | 6.Akku | 1.Lampenkopf | 2.Lampenkopf | 3.Lampenkopf | 4.Lampenkopf | 5.Lampenkopf